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Marianne Großpietsch: Einsatz in Nepal.

 
 

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Montag, 05. Juli 2004

Handgemachter Schal aus Nepal für First Lady

1500 Menschen saßen an der »Tafel der Demokratie«. Bundespräsident Horst Köhler hatte zu einem Gala-Diner vor dem Brandenburger Tor geladen. Unter den Gästen: die Dortmunderin Marianne Großpietsch.

Sie überreichte Horst Köhler eine Baumurkunde. »Ich habe ihm gewünscht, über stets nachwachsende Kräfte zu verfügen.« Diese Geste, gedacht als ein Dankeschön für die Einladung, verrät viel über die Arbeit, die Marianne Großpietsch in Nepal verrichtet. Wegen dieser Arbeit wurde sie mit 14 weiteren WAZ-Lesern als besonders verdienstvolle Bürgerin zur Gala geladen.

1989 gründete Marianne Großpietsch in Nepal eine Leprastation. Sie baute eine Klinik auf, ein Hospiz, Kindergärten, eine Schule und Werkstätten. »Und ich habe ein Baumprojekt ins Leben gerufen. An einer Landstraße haben wir 53 Obstbäume gepflanzt. Jeder Baum trägt ein wenig dazu bei, den Hunger in diesem Land zu bekämpfen.«

Eva Köhler schenkte sie einen von den nepalesischen Patienten handgearbeiteten Schal. »Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass Eva Köhler für mich nicht nur die Frau des Bundespräsidenten ist. Sie wird durch die neuen Aufgaben ebenfalls gefordert.«

Die Begegnung mit Horst Köhler hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. »Dass dieser Mann all den Erwartungen gelassen standgehalten hat, das war imponierend.« Wie er sich zu dem kleinen Mädchen hinunterbückte, das schüchtern mit einem Blumenstrauß vor ihm stand, wie er die Hand reichte und anbot, es zu seiner Mama zu bringen – diesen Moment wird Marianne Großpietsch mitnehmen, wenn sie am 9. August zurück nach Nepal reist. MeHa

 
 
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