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Auswirkungen der Lepra
… im Gesicht

 

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… an den Händen

 

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… an den Füßen

 
 

Die Krankheit Lepra

Lepra ist eine chronische Infektionskrankheit des Menschen, die sich in erster Linie an der Haut und den Schleimhäuten manifestiert. Sie gehört zu den ältesten Infektionskrankheiten und breitete sich von Indien zunächst in die Mittelmeerregion und Bereiche Nordafrikas, später auch nach Europa aus. Heute ist Lepra weitgehend auf tropische und subtropische Länder beschränkt. Besonders stark betroffen ist Indien. Die Zahl der gemeldeten Fälle ist nach Angaben von 1997 in den letzten 25 Jahren von 12 Millionen auf etwa 1,2 Millionen gesunken; allerdings gibt es eine erhebliche Dunkelziffer. Sie ist die Krankheit armer, das heißt unterernährter Leute.
Der Norweger Armauer Hansen entdeckte im Jahr 1873 das »Mycobacterium leprae«, das durch Tröpfcheninfektion, also über die Luft, weitergegeben wird.
Wird es von einem Mensch mit einem guten Immunsystem eingeatmet, richtet es keinen Schaden an. Je schlechter aber die Immunabwehr ist, desto gravierender sind die Folgen, wenn die Lepra nicht behandelt wird.
Die ersten Symptome sind helle Flecken auf der Haut, die auf Berührung nicht reagieren. Im fortgeschrittenem Stadium greifen die Bakterien die Nervenstränge an, die die Extremitäten versorgen. Hände und Füße verlieren ihre Beweglichkeit, büßen ihre Empfindungsfähigkeit ein und sterben schließlich ab. Weitere Anzeichen einer fortgeschrittenen Krankheit können Entstellungen im Gesicht (Löwengesicht) und durch knotige Geschwüre sein. Durch den Verlust der Empfindungsfähigkeit können unbemerkt Verletzungen auftreten, welche sich entzünden und schließlich zum Verlust der Gliedmassen führen.
Lepra ist seit zehn Jahren heilbar. Das Fortschreiten der Krankheit kann durch frühzeitige Behandlung mit der »Multi Drug Therapy« (MDT), einer speziellen Kombination von Antibiotika, fast immer gestoppt werden.
Lepra ist vermutlich die am wenigsten ansteckende aller Infektionskrankheiten. Ein Impfstoff gegen Lepra konnte noch nicht entwickelt werden.

Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen einräumen mußte, konnte das 1991 gesteckte Ziel, Lepra bis zur Jahrtausendwende auszurotten, nicht erreicht werden. Seit etwa zwei Jahren ist in Staaten der ehemaligen UDSSR Lepra wieder auf dem Vormarsch.

 

Ausführliche Informationen rund um das Thema Lepra finden Sie bei der Gesellschaft für Leprakunde e.V., Münster.

 
 
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