Hape-Kerkeling-Klinik

Kennen Sie weltweit irgendeine Klinik, die so farbenfroh ausgemalt ist? Das an Lepra erkrankte Malerehepaar Jogendra und Reika hat zusammen mit vielen anderen Shanti-Malern hier ein Meisterwerk vollbracht!

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Hell, freundlich, sauber, funktionsgerecht: die Krankenzimmer in der Klinik.

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Eine querschnittgelähmte Frau in ihrem Refugium.

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Freizeitbeschäftigung: gemeinsames Brettspiel.

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Mittagsschläfchen!

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Freihändig bemalen Jogendra und Reika die Wände.

Die Grundversorgung gewährleisten

Die Hape-Kerkeling-Klinik verfügt zurzeit über 70 Betten für Menschen, die dauerhaft medizinische Hilfe benötigen. Im Moment sind alle Betten durch pflegebedürftige Patienten belegt, sodass für akute Notfälle kaum Kapazität vorhanden ist.

Bei den Pflegebedürftigen handelt es sich vorwiegend um Leprakranke sowie sehr alte, hilfsbedürftige oder schwerstbehinderte Menschen. Sie wurden entweder von Verwandten gebracht oder haben von der Klinik gehört und sind so in die Station gekommen.

Viele Menschen, die bei Shanti versorgt werden, sind ehemalige Bettler aus dem nahegelegenen Bezirk rund um den Tempel von Pashupathinath, wo die Ärmsten der Armen traditionell um Almosen betteln.

Nicht selten kommen die Kranken aber auch aus weit entfernt liegenden Regionen des ganzen Landes, weil sich herumgesprochen hat, dass sie bei Shanti in Kathmandu eine Zuflucht finden können.

Unabhängig von den Stromsperren

Die Klinik verfügt auf jedem Stockwerk über Nasszellen mit warmem Wasser zum Duschen – ein "Luxus", den keine einzige städtische Klinik in Kathmandu zu bieten hat. Shanti verdankt das einer großzügigen Spende der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, mit der auf dem Dach der Klinik eine Photovoltaik-Anlage und Solarzellen installiert werden konnten.

Die Photovoltaik-Anlage macht die Klinik unabhängig vom allgemeinen Stromnetz, das in Kathmandu bis zu 16 Stunden täglich durch "power cuts" unterbrochen wird.

Die Solaranlage versorgt die gesamte Klinik mit warmem Wasser.

Patienten, die nicht mehr gehen können, werden mit aus Deutschland gespendeten Rollstühlen und Unterarmstützen versorgt.

Viele Patienten treffen sich tagsüber auf der großen Dachterrasse. Wer kann, macht sich bei der Pflege der Bettlägerigen nützlich oder betätigt sich in einem der Beschäftigungsprogramme.