Die Station in Kathmandu-Tilganga

Der Neubau der Hape-Kerkeling-Klinik - ein imposanter Rundbau, auf dessen Dach die neue Photovoltaik-Anlage installiert wurde. So ist die Klinik unabhängig von den ständigen "power cuts", den Stromunterbrechungen, in der Stadt.

Bild vergrößern mit Mausklick

Der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Shanti-Station gelegene Pashupatinath-Tempel ist eines der größten Heiligtümer für gläubige Hindus.

Bild vergrößern mit Mausklick

Viele Wände in der Station sind bereits mit farbenprächtigen Maitili-Malereien geschmückt.

Bild vergrößern mit Mausklick

Der Innenhof der Hape-Kerkeling-Klinik in Kathmandu-Tilganga.

Bild vergrößern mit Mausklick

Das von leprakranken Shanti-Bewohnern im Maitili-Stil bemalte Treppenhaus.

Eine Heimat für die Bedürftigen

Shantis größter Stützpunkt liegt in Kathmandu im Stadtteil Tilganga, direkt am "heiligen Fluss" Bagmati, der in den Ganges mündet. In der unmittelbaren Umgebung liegen Tradition und Moderne dicht beeinander: eines der weltweit größten Heiligtümer der Hindus, der Tempel Pashupatinath, und der Internationale Flughafen.

Das Gelände, auf dem im März 2009 das neue Shanti-Zentrum eröffnet wurde, konnte mit Hilfe einer Spende von Hape Kerkeling erworben werden, der für Shanti beim Promi-Special von "Wer wird Millionär?" 500.000 Euro gewonnen hatte. Die Klinik, die Shanti in Tilganga unterhält, trägt seither seinen Namen. Die Gebäude in Tilganga wurden mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit erbaut.

Neben der Klinik gehören auch eine Ambulanz und eine Apotheke zu diesem Komplex sowie Hospiz, Kindergarten und Räume für die bei Shanti wohnenden bedürftigen Menschen. Sie gehen verschiedenen Beschäftigungen nach, die einen wichtigen Beitrag zum alltäglichen Leben der Shanti-Gemeinschaft leisten. So werden hier aus dem im eigenen biologisch-dynamischen Landbau gezogenen Gemüse täglich rund 1200 Essen für Bedürftige gekocht, der Brunnen im Innenhof der Anlage liefert sauberes Trinkwasser, auch für die Nachbarn aus den Slums.

Dank einer Spende der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung war es möglich, auf dem Dach der Klinik eine Photovoltaik-Anlage zu errichten, mit der Shanti zumindest teilweise unabhängig ist von der ständig durch "Power-Cuts" unterbrochenen Stromversorgung in der Stadt. So haben die Bewohner kontinuierlich Strom für Licht und warmes Wasser.

Der Recycling-Gedanke wird bei Shanti besonders gepflegt und mit phantasievollen Kreationen gefördert. So entstehen zum Beispiel aus den Schläuchen alter Autoreifen praktische und stabile Taschen.

PET-Flaschen aus dem Abfall von Hotels werden mit Sand gefüllt und mit Lehm verkleidet - so stabilisieren sie die Wände von Gewächshäusern, und man braucht dafür keine Mauersteine zu kaufen. Aus gespendeter alter Bettwäsche aus Europa nähen geschickte Hände Wäsche für die Kranken und Kinder.

Die Wände in der Klinik und auch innerhalb der anderen Gebäude schmückt farbenprächtige Maitili-Malerei - womit Shanti einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser uralten kulturellen Tradition leistet.