Beschäftigungsprogramme

Jogendra, der Maler, hat zusammen mit seiner Frau Reika und anderen Shanti-Malern die Gebäude in Tilganga farbenfroh ausgemalt. Und das mit leprakranken Händen!

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Tikka ist aufgrund einer Wirbelsäulenverkrümmung kleinwüchsig geblieben. Er ist die gute Seele der Verwaltung.

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Kunstvolle Maitili-Malerei.

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Von Hand gewebte Wolldecken sind ein guter Kälteschutz in Winternächten.

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Kumar ist querschnittsgelähmt. Als Silberschmied hat er seine Lebensaufgabe gefunden.

Beschäftigung gibt dem Alltag Sinn

Jeder Mensch braucht einmal am Tag das Gefühl, gebraucht zu werden – das ist eine alte Lebenserfahrung.

Sie gilt ganz besonders für Menschen, die normalerweise von der nepalesischen Gesellschaft verstoßen werden und sich als unnütz und überflüssig fühlen. Zum Beispiel Leprakranke. Oder von Kinderlähmung Gezeichnete. Alte, gebrechliche Menschen. Chronisch Kranke. Menschen mit Behinderungen.

Trotz ihrer Schwächen können diese Menschen einen sinnvollen Beitrag zum alltäglichen Leben leisten. Viele von ihnen haben besondere Begabungen - im Malen und Zeichnen, Schneidern, Weben, Schreinern, Filzen, Perlen auffädeln, Basteln oder anderen handwerklichen Tätigkeiten. Andere machen sich in der Armenküche nützlich. Oder sie bedrucken Papier. Oder sie fertigen aus Silber und Glasresten wunderschönen Schmuck.

Alle auf diese Weise hergestellten Produkte werden von der Shanti Leprahilfe Dortmund e.V. in Deutschland und der Schweiz auf Weihnachtsmärkten, Basaren und Wohltätigkeitsveranstaltungen für Shanti verkauft. Auf diese Weise bessern die Shanti-Bewohner selbst das Spendenaufkommen auf.

Mehr noch: indem sie trotz ihrer Behinderungen einer nützlichen Tätigkeit nachgehen, erfahren sie Wertschätzung, und ihr Leben erhält neuen Sinn.

Alle Shanti-Bewohner erhalten ein Grundeinkommen. Indem sie zusätzliche Aufträge annehmen, zum Beispiel von Besuchern oder Volontären, können sie sich noch etwas dazuverdienen.

Sind sie zu alt, um sich noch in dieser Weise produktiv am Shanti-Leben zu beteiligen, erhalten sie eine kleine Rente. Die meisten helfen dann in der Klinik mit oder kümmern sich um pflegebedürftige Patienten.