Die Shanti-Schneiderei

Kalpana ist 32 Jahre alt und als 13-Jährige an Lepra erkrankt. Zum Glück hat sie keine bleibenden Schäden davongetragen. Sie ist eine exzellente Damenschneiderin und engagiert sich in der Shanti-Schneiderei.

In der Schneiderei wird alle Wäsche genäht, die bei Shanti gebraucht wird - und das ist nicht wenig!

Auch verkrümmte Lepra-Finger können feine Kleider nähen!

Aus Bettwäsche werden Kleider

Erwachsene und vor allem die Kinder und Patienten der Hape-Kerkeling-Klinik brauchen Kleider - viele sind zu arm, um sich selbst einzukleiden. Marianne Großpietsch wirbt deshalb in Deutschland immer wieder um alte Bett- und Tischwäsche, die via "Ameisen-Transport" nach Nepal gelangt.

Der "Ameisen-Transport", das sind Volontäre oder Besucher, die nach Nepal reisen und noch Platz im Koffer haben. Auf diese Weise sind schon viele Meter Stoff zu Shanti gelangt. Die Schneider nähen daraus praktische Hemden, Hosen und Anzüge für die Kinder.

Auch Bettwäsche, Klinikwäsche und Freizeitkleidung wird hier gefertigt.

Nicht selten kommen Besucher extra in die Schneiderei und bitten um eine Anfertigung auf Maß - ein schönes Zubrot für die fleißigen Näherinnen!

Eine Spezialität des Schneiders Singha San ist das Recycling von alten Autoschläuchen zu Taschen, Stuhlpolstern und anderen praktischen Dingen!